btc-meta-plugins 0.4

Version 0.4 der btc-meta-plugins für Wordpress steht zum Download bereit.
Diese Version ist für Wordpress 2.1 zwingend erforderlich, aber auch zu Wordpress 2.0.x kompatibel.
Das Update dient ausschließlich der Wordpress 2.1 Kompatibilität.

abgelegt unter bitcycle.de, Wordpress - 25. Januar 2007   Kommentare (1)

64Studio - eine DAW für Linux

Die Auswahl an Linuxdistributionen, welche speziell für den Einsatz als digitale Audio-Workstation (DAW) ausgerichtet sind, ist nicht sehr groß.
Der Schwerpunkt einer solchen Distribution ist neben einfacher Installation und einer entsprechenden Auswahl aktueller Software, ein spezieller Kernel welcher minimale Latenzzeiten garantiert. Natürlich lässt sich jede Linuxdistribution entsprechend anpassen, dies ist aber teilweise mit erheblichen Aufwand verbunden.

Früher habe ich ein von Hand angepasstes Debian Woody verwendet und bin dann irgendwann auf DeMuDi umgestiegen. Leider scheint die momentan Zukunft von DeMuDi sehr ungewiss, das letzte “stable” Relase ist 1.5 Jahre alt.

Kurz nach Start des UbuntuStudio-Projekts 2005, welches damals ein reines Dokumentationsprojekt zur Anpassung von Ubuntu als DAW war, habe ich mir ein solches System auf der Basis von Ubuntu 5.10 aka “Breezy” eingerichtet.
Damals war es u.a. noch nötig einen Vanilla-Kernel zu patchen was zum Verlust der Kernelpatches des Distributors führte.
Trotz der hervorragenden Dokumentation des UbuntuStudio-Projekts erforderte dies reichlich Handarbeit, welche Ein- bzw. Umsteiger definitiv zur Verzweiflung bringt.

Mit aktuellen Kernels ist es inzwischen möglich auch ohne Kernel-Patches geringe Latenzen zu erreichen. Ich habe das auf einer “normalen” Workstation (Kubuntu Dapper) mal getestet, die Ergebnisse waren recht zufriedenstellend.

Vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass 64Studio, eine Audiodistribution welche sich auf 64 Bit DAW spezialisiert hat, inzwischen auch eine 32 Bit Version der Distribution anbietet. Also habe ich das Ganze mal getestet.

Was macht 64Studio nun eigentlich aus?

64Studio hat die aktuelle Version 1.0 im Nov. 2006 veröffentlicht.
Die Distribution basiert auf Debian Etch und bringt u.a. einen Kernel 2.6.17 mit RT-Patches mit.
Die Softwareversionen entsprechen im wesentlichen denen in Debian Etch.

Die Installation verläuft reibungslos und nach dem finalen Neustart wird man von einem angepassten Gnome begrüßt welches neben den wichtigsten Systemwerkzeugen nur noch reichlich Audiosoftware anbietet.
In meinem Fall war, abgesehen von der Bildschirmauflösung, keine weitere Änderung an der Konfiguration des Systems nötig. Dies dürfte besonders Ein- und Umsteigern entgegenkommen.

64Studio-Screenshot
64Studio mit Jack, Ardour, ZynAddSubFx und Gnomemixer (klicken zum Vergrößern)

Fazit: Es läuft als DAW mit minimaler Latenz “out of the box”.

Das Update der Software auf die aktuellen Debian Etch Pakete verursachte keinerlei Probleme.

Mir als überzeugten KDE-Nutzer ist der Gnome-Mixer besonders positiv aufgefallen. Endlich gibt es einen konfigurierbaren Mixer welcher alle wichtigen Kanäle der SB Audigy berherrscht. Bis dato habe ich meist zum Alsamixer auf der Konsole greifen müssen. Gnome wird zumindest unter meinem Soundsystem wohl mein DE bleiben ;-) .

Noch ein paar Worte zu UbuntuStudio

Nachdem in den letzten Tagen u.a. Heise und Pro-Linux veröffentlichten, dass UbuntuStudio mit Ubuntu 7.04 als neue Multimedia-Distribution antreten will, wurden viele Kommentare in der Richtung “nicht noch ein *buntu” oder “wozu das ganze” laut.

Meine Meinung:
Unter anderen hat das UbuntuStudio-Team in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet um es jedermann zu ermöglichen, eine DAW auf Basis freier Software zu betreiben.
Jede neue Distribution, und seien es fürs Erste nur angepasste Meta-Packages, die es Neulingen in kürzester Zeit ermöglicht eine DAW auch ohne tiefere Kenntnis des Betriebssystems auf der Basis von Linux zu betreiben ist ein Gewinn.

Nur durch steigende Nutzerzahlen werden Hardwarehersteller unter Druck gesetzt Ihre Treiber auch der OS-Szene verfügbar zu machen und Softwarehersteller ermutigt Ihre Produkte auf Linux zu portieren bzw. neue Systemschnittstellen mit zu entwickeln.
Gerade im Audiobereich ist der Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Betriebssystemen noch sehr groß.

abgelegt unter Software, Linux - 24. Januar 2007   Kommentare (1)


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